Alles ist eitel, vergeblich, vergänglich.

"Ohne Gott herrscht Eitelkeit der Eitelkeiten"

lautet die lateinische Textzeile des Notenblatts mit weltlicher Tanzmusik ("Vanitas vanitatum extra Deum"). Gijsbrechts prunkvolles Tischstillleben versammelt Motive der Vergänglichkeit, der Zeit und des Todes. Totenkopf oder Blumenvase werden zu sprechenden Bildzeichen: Kaum erblüht, schon verwelkt; das Leben ist kurz. Schon früh, etwa zwei Jahrhunderte zuvor, sind solche Motive auf spätmittelalterlichen Porträts zu finden.

Stillleben als ausführliche Reflexionen über den Tod und die Vergänglichkeit entstanden besonders häufig in den nordniederländischen Provinzen mit Holland im Zentrum. Offenbar hat vor allem die Universitätsstadt Leiden die Produktion in den Künstlerateliers gefördert. In der flämischen Malerei, etwa im Kunstzentrum Antwerpen, tritt das Thema eher selten auf.

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Cornelis N. Gijsbrechts,
Memento Mori, 1663, Kat.-Nr. 49
 

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